
Energiewende im Rekordtempo - Alles von langer Hand geplant?
Auf dem UN-Klima-Gipfel im September 2025 verkündete XI Jinping den Ausbau der installierten Leistung von Wind und PV in China bis 2035 auf 3.600 Gigawatt zu erhöhen. Aktuell hat China vermutlich das im Dezember 2020 zugesagte für 2030 von 1.200 Gigawatt schon um 200 Gigawatt überschritten: China Energy Transition Review 2025 | Ember
Für den 15. Fünfjahresplan (2026–2030) rechnet das China Electricity Council (CEC) mit einer jährlichen Zubaurate von 200 bis 300 GW an erneuerbarer Energieleistung pro Jahr.
Damit sollte das Ziel bei gleich bleibendem Zubau leicht erreicht werden!
Die Dimensionen zum Einordnen:
1 GW: Strom für 750.000 Haushalte (z.B.: Frankfurt am Main)
1GW-Wind-Leistung: 250 × 10 MW-Windkraft-Anlagen
1GW-PV-Leistung: 1000 - 1200 Hektar Land

Chinas Wind- und Solarkapazität wächst rasant
Zudem soll das Ziel sein, bis 2035 Anteil nicht-fossiler Energieträger am Energieverbrauch auf 30% zu steigern. Deutschland hat dieses Ziel bereits erreicht und plant hier einen Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms auf 80% im Jahr 2030 zu steigern.

Chinas Anteil nicht-fossiler Energie soll auf über 30 % bis 2035 steigen
Deutschland vs. China
In Deutschland läuft vieles kleinteiliger und es wird oft die 100%-Lösung angestrebt. (Damit erzähle ich Euch nichts neues). Dennoch wird aktuell in Deutschland schon nachhaltiger gedacht – aber halt langsamer.
Das ruft die spannende Frage auf den Plan:
Können unsere Ideen auch in China Impulse geben?
Und was können wir umgekehrt lernen?
Ich freue mich auf den Austausch mit Euch und spannende gemeinsame Diskussionen!
Beste Grüße
Jan Bornemann

